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Thema: Companisto: Companisto

  1. #31
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    Hi Markus,

    was ist den bei Foodist los?

  2. #32
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    Hi,

    Foodist hat den Exit geschafft. Leider ist das ganze sehr intransparent abgelaufen. Foodist hat insgesamt drei Runden bei Companisto gedreht. Die letzte Runde war erst vor ein paar Monaten mit einer Bewertung von 5,5 Mio. €.
    Ich war bei der zweiten Runde dabei. Ich hatte bei der dritten Runde auch kritische Fragen zur Bewertung gestellt.
    Aber so Fragen hat man nicht gerne. Foodist hat es ja entgegen der Finanzplanung ja nie in die Schwarzen Zahlen geschafft und war jetzt eigentlich schon in deutlicher Schieflage. Jetzt hat das Medienhaus stroehr zugeschlagen für 3,7 Mio. €.
    Also weit unter der letzten Bewertung. Du kriegst auch keinen Nachweis über den Kaufpreis oder eine Abrechnung ect. Du musst also den Angaben von Companisto bzw. Foodist glauben. Die Statements im Kommentarsystem waren meist kritisch bis wütend. Von Foodist seither keine Antworten mehr auf Anfragen. Ich habe Companisto immer gesagt der Beteiligungsvertrag taugt nichts und schon gar nicht bei einem Exit. Nun ja aus der zweiten Runde habe ich wenigstens mit 30% v. Steuer noch bisschen Rendite gemacht.

    Grüße aus München
    Markus

  3. #33
    Junior Member
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    Hi,

    Foodist hat den Exit geschafft. Leider ist das ganze sehr intransparent abgelaufen. Foodist hat insgesamt drei Runden bei Companisto gedreht. Die letzte Runde war erst vor ein paar Monaten mit einer Bewertung von 5,5 Mio. €.
    Ich war bei der zweiten Runde dabei. Ich hatte bei der dritten Runde auch kritische Fragen zur Bewertung gestellt.
    Aber so Fragen hat man nicht gerne. Foodist hat es ja entgegen der Finanzplanung ja nie in die Schwarzen Zahlen geschafft und war jetzt eigentlich schon in deutlicher Schieflage. Jetzt hat das Medienhaus stroehr zugeschlagen für 3,7 Mio. €.
    Also weit unter der letzten Bewertung. Du kriegst auch keinen Nachweis über den Kaufpreis oder eine Abrechnung ect. Du musst also den Angaben von Companisto bzw. Foodist glauben. Die Statements im Kommentarsystem waren meist kritisch bis wütend. Von Foodist seither keine Antworten mehr auf Anfragen. Ich habe Companisto immer gesagt der Beteiligungsvertrag taugt nichts und schon gar nicht bei einem Exit. Nun ja aus der zweiten Runde habe ich wenigstens mit 30% v. Steuer noch bisschen Rendite gemacht.

    Grüße aus München
    Markus

  4. #34
    Wild Card Member
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    Companisto 3 steht vor der Tür

    sonst muss Companisto bald Insolvenz anmelden, weil:

    Burn-Rate von Companisto von € 620.000 im Quartal

    https://www.trendingtopics.at/crowdf...n-oesterreich/

    "Beim Marktführer Companisto brach der Umsatz im 1. Quartal 2017 um 40 Prozent ein. Von einer halben Million im vorherigen Quartal ging er auf 290.000 Euro zurück. Die Verluste stiegen auf 330.000 Euro an.“

    330.000 € Verlust bei einem Umsatz von € 290.000 im Quartal heißt Burn-Rate von € 620.000 im Quartal. Hochgerechnet auf das Jahr wäre das eine Burn-Rate von € 2.480.000.

    Wie bereits die Prognosen für Companisto 1 auch die für Companisto 2 um Millionen verfehlt, in 2016 mehr als die prognostizierten € 717k Verlust

    Im ersten Crowdinvesting 2012 hatte Companisto ein kumuliertes positives EBIT von € 5.242.736 bis 2016 prognostiziert (mein Post vom 1.07.2016). Im Pitch Deck für Companisto 2 im Juli 2016 wurde aber ein Verlustvortrag zum Jahresende von € 931.703,06 prognostiziert, also über die ganze Zeit kumulierter Verlust in dieser Höhe. Damit hier schon mal eine Abweichung von € 6.174.439,06 zu der damaligen Prognose für Companisto 1 und fast € 1 Mio. Verlust statt mehr als € 5 Mio. Gewinn.

    Da sie aber auch ihr Investmentziel für 2016 nicht erreicht haben, macht der Verlust und die Prognoseverfehlung noch viel mehr aus. Für Companisto 2 haben sie im Juli 2016 für 2016 ein Investmentvolumen von € 12.156.100,00 prognostiziert, dabei aber noch immer einen hohen Verlust (negatives EBIT) von € 717.696,24. Hätten sie dieses Investmentvolumen erreicht, wären also schon mehr als € 717k von den frischen € 2 Mio. weg.

    Haben sie aber nicht und so wurden bis Ende 2016 schon viel mehr als die € 717k von den frischen € 2 Mio. verbraten.

    Nach https://www.crowdinvest.de/datenbank erreichte das Investmentvolumen in 2016 nur € 9.897.095, also € 2.259.005,00 weniger als prognostiziert. Weniger als ein halbes Jahr zuvor prognostiziert, damit Companisto 2 gezeichnet wird! Damit sind schon Ende 2016 offensichtlich mehr als € 1 Mio. vom frischen Geld aufgebraucht.

    Nach HGB hätte der Jahresabschluss 2015 schon Ende Juni 2016 fertig vorliegen müssen, also noch vor dem Crowdinvesting. Schlauer Weise wurde der aber erst nach dem Crowdinvesting veröffentlicht. Aus dem veröffentlichtem Jahresabschluss 2015 ergibt sich nämlich, dass sich der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag aus 2014 in 2015 fast vervierfacht hatte, nämlich von € 62.174,19 in 2014 auf € 217.690,35 in 2015. Die Folge im Jahresabschluss:

    "Die Gesellschaft ist bilanziell überschuldet. Zum Zweck der Vermeidung einer möglichen insolvenzrechtlichen Überschuldung wurde mit der Darlehensgeberin ein qualifizierter Rangrücktritt in Höhe von insgesamt € 262.416,36 (Stand 31.12.2015) vereinbart.“

    Was wäre denn bei dem 2016 tatsächlich höher als € 717 k eingetretenen zusätzlichen Verlust ohne die € 2 Mio. aus Companisto 2 geschehen? Der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag hat sich in 2016 damit doch auf über € 1 Mio. erhöht, Darlehen in der Höhe, mit denen man im Rang hätte zurücktreten können, bestanden nicht, also hätten sie Insolvenz anmelden müssen. Nur weil Companisto 2 geklappt hat, konnten sie überhaupt weitermachen - und praktischer Weise auch ihre aufgrund der Überschuldung und des Rangrücktritts wertlosen Gesellschafterdarlehen aus den € 2 Mio. zurückzahlen.

    Und auch 2017 verfehlt Companisto seine Prognosen wieder um Millionen, bis jetzt nicht einmal die Hälfte des prognostizierten Investmentvolumens erreicht, und weitet ihre Verluste noch viel mehr aus

    Damit Companisto 2 wirklich klappte, prognostizierten sie im Juli 2016 ein Investmentvolumen von € 22.032.310,72 für 2017, dabei aber immer noch einen Verlust (negatives EBIT) von € 245.726, 84. Also selbst bei diesem irrwitzigen Betrag, noch immer Verlust!

    Wie irrwitzig diese Prognose war, zeigt sich, dass dieses Jahr per heute, also weniger als eineinhalb Monate vor Jahresende, nur € 9.710.575 Investmentvolumen erreicht werden konnten (am 1. Januar 2017 betrug das Investmentvolumen € 35.994.930, jetzt gerade ist es bei € 45.705.505). Das sind per heute lediglich 44 % der Prognose für dieses Jahr.

    Die fehlenden 56 % können bis Jahresende niemals hereingeholt werden. Selbst wenn sie dieses Jahr noch die für 2016 prognostizierten € 12.156.100,00 erreichen würden, hätten sie immer noch auch die für dieses Investmentvolumen prognostizierten mehr als € 717k Verlust.

    Zu deren weiteren irrwitzigen Prognosen im Juli 2016, damit die Anleger nur bloß Companisto 2 zeichnen:

    - 2018 Investmentvolumen € 34.136.536,42 und das erste mal ein Gewinn für die Companisten von läppischen € 55.530, 94. Also angeblich Investmentvolumen 2016 + Investmentvolumen 2017 + mehr als € 10 Mio. Investmentvolumen zusätzlich in 2018 und erst dann würde es gerade einmal 2,6 % Return auf die investierten € 2,1 Mio. geben. Nicht im Jahr, sondern insgesamt für die Zeit, seitdem die Anleger Companisto gezeichnet haben. Bei Companisto 1 war das 2012!

    - Lustig weiter wurden dann von Companisto für 2019 € 57.320.263,33 Investmentvolumen prognostiziert. Also das gesamte Investmentvolumen von Companisto seit deren Gründung in 2012 bis heute + nochmals € 11,5 Mio. zusätzlich. Und das schon übernächstes Jahr, wo dieses Jahr vielleicht gerade mal € 11 Mio., höchstens € 12 Mio. Investmentvolumen erreicht werden könnten.

    Minimaler Ertrag (bei mehrfach höherem Verlust) und Investmentvolumen im Wesentlichen von one-time-wonder Weissenhaus geprägt

    93 Finanzierungsrunden seit 2012 und läppische 3 Exits insgesamt. Nach der Companisto-Website wurden bisher insgesamt € 3.401.531 ausgezahlt. Allerdings umfasste das auch die für die 3 Exits insgesamt eingezahlten € 1,9 Mio. Der gesamte Ertrag für die Companisten seit 2012 beträgt also nur € 1.501.531. Bezogen auf das gesamte Investmentvolumen von € 45.705.505 per heute macht das gerade einmal 3,3 %. Nicht pro Jahr, sondern über die ganze Zeit seit 2012.

    Und davon macht Weissenhaus einen Großteil aus. 2014 und 2015 wurden insgesamt € 7,5 Mio. investiert und mit 4 % verzinst. Damit kommen allein € 300k/Jahr der € 1.501.531 von Weissenhaus. Dort wurden bisher insgesamt € 9.313.700 investiert, also 20,4 % des gesamten Investmentvolumens per heute. Mit dem jetzigen Crowdinvesting ist aber aus rechtlichen Gründen Schluss mit Weissenhaus. Weissenhaus war auch was ganz besonderes, weil der angeblich vermögende Gründer persönlich bürgte und weil es sich um das einzige Immobilieninvestment von Companisto handelte, sie in diesen bisher boomenden Markt, der schon von anderen besetzt ist, nicht reinkommen. So müssen sie bei ihren Start-ups mit deren durchgewunkenen exorbitanten Unternehmensbewertungen und Prognosen bleiben (letztes Investmentgrab Homefort: 2016 mit Bewertung von € 1,6 Mio. auf Companisto gestartet, 2017 insolvent).

    Die Anleger von Companisto haben bis jetzt fast 6 mal mehr Geld verloren als eingenommen und weitere Pleiten zu erwarten

    Dem bisherigen Ertrag von € 1.501.531 stehen Verluste aus Pleiten von € 8.757.215 gegenüber (http://www.crowdinvesting-forum.de/t...d-Pannen/page6). Also fast sechs Mal so viel Verlust wie Ertrag. Vom gesamten Investmentvolumen per heute sind somit schon jetzt 19,2 % durch Pleiten draufgegangen. Und da sind die ganzen Zombies nicht mitgezählt, allen voran Kyl mit fast € 1 Mio.

    Fast Drei Viertel der Mitarbeiter von Companisto haben seit Juli 2016 das Weite gesucht und dennoch haben sich die Personalkosten weiter erhöht

    Im Pitch für Companisto 2 wurden im Juli 2016 ohne Geschäftsführer 19 Mitarbeiter aufgeführt. Heute sind es auf der Website 23 Mitarbeiter ohne Geschäftsführer, also haben sie das Team nicht verkleinert, sondern weiter ausgebaut. Dadurch haben sie jetzt noch mehr Personalkosten als in 2016. In 2015 hatten sie das Personal erst langsam aufgebaut und da lagen die Personalkosten nach deren vorläufiger BWA schon bei € 718.946,76 - bei weniger Leuten als in 2016. Und jetzt sind es also noch mehr als in 2016.

    Allerdings, von den 19 Mitarbeitern in 2016 sind heute nur noch 5 im Team, 14 haben also seit nicht einmal eineinhalb Jahren Companisto verlassen. Darunter auch deren Pressesprecher André Glasmacher, der die Kampagnen immer ankündigte und von dem die Presseerklärungen dazu stammten.

    Die Mitarbeiter wissen eben am besten, wie es wirklich bei Companisto aussieht, und können auch kündigen, was den Anlegern leider nicht möglich ist.
    Geändert von Beobachter (19.11.2017 um 11:49 Uhr)

  5. #35
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    Companisto 3 steht vor der Tür

    Veröffentlichter Jahresabschluss 2016: Bilanzverlust 740.819,57 und nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 715.819,57

    So hat es Companisto am 22.11. veröffentlicht. Und auch:

    "Die Gesellschaft ist bilanziell überschuldet. Zum Zweck der Vermeidung einer möglichen insolvenzrechtlichen Überschuldung wurde mit der Darlehensgeberin ein qualifizierter Rangrücktritt in Höhe von insgesamt € 715.819,57 (Stand 31.12.2016) vereinbart. Die Geschäftsführung geht davon aus, dass eine Überschuldung im Sinne der Insolvenzordnung somit nicht vorliegt."

    So, so, die beiden Juristen gehen also davon aus. Wer anderes auch?

    Dann weiter:

    "Die Voraussetzungen des § 264 Abs. 2 Satz 2 HGB liegen hinsichtlich dieses Jahresabschlusses vor."

    Was heißt denn das? Nun, § 264 Abs. 2 Satz 1 und 2 HGB lauten:

    "(2) Der Jahresabschluß der Kapitalgesellschaft hat unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Kapitalgesellschaft zu vermitteln. Führen besondere Umstände dazu, daß der Jahresabschluß ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild im Sinne des Satzes 1 nicht vermittelt, so sind im Anhang zusätzliche Angaben zu machen."

    Aha, das was sie da veröffentlicht haben, gibt also nicht ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von Companisto wieder, muss das also erst im Anhang erklärt werden, müssen da zusätzliche Angaben gemacht werden.

    Praktisch, weil der Anhang halt nicht veröffentlicht werden muss. Durch diesen Trick können sie die noch schlimmere Misere geheimhalten.

    Also gerissen sind sie schon ...

  6. #36
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    was würde eigentlich aus den bestehenden 'Beteiligungen' werden wenn Companisto pleite geht?

  7. #37
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    Ich glaube außer etwas Chaos in der Abwicklung und Berichterstattung nichts, bzgl Geld sind die Verträge doch direkt zwischen den Start-ups und den Companisten abgeschlossen.

    Ok, kann man erst mal aufatmen, aber nicht lange, weil es hinsichtlich Pleiten bei den Start-ups selbst ziemlich negativ aus. Selbst Weissenhaus. Schau dir mal deren aktuelle Fiananzplanung an. Schon irre Steigerungen des EBITDA in drei Jahren auf fast das Zehnfache. Und die geben nur EBITDA an, also Earnings before interest, taxes, depreciation and amortization. Ende 2019 müssen 7,5 Mio. Euro zurückgezahlt werden. Nach deren eigenen Planung, die sie da für Wissenhaus 2 angegeben haben, reicht nicht mal das gesamte positive EBITDA bis dahin aus. Und dann sind doch beim EBITDA noch nicht die Zinsen abgezogen, also 300.000 Euro pro Jahr für Weissenhaus 1 und zusätzlich 2018 und 2019 noch zusätzlich 90.000 Euro für Weissenhaus 2 - und dann koämen bei Gewinn auch noch Steuern (taxes) hinzu. Also schaffen die das erst recht nicht, nicht mal wenn ihre irren Prognosen eintreten würden.

    Na ja, es ging vielleicht schon, wenn sie die 2 Mio. Euro aus Weissenhaus 2 mit zur Rückzahlung von Weissenhaus 1 verwenden. Wer schlimmes dabei denkt ...

  8. #38
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    Und was hälst du von anderen Startups? Ameria, Beach-Inspector, waren bisher meine Favorieten, deine Meinung würde mich auch interessieren und hast du auch Startups die du gut findest und warum?

  9. #39
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    Hallo Robin, Beobachter wird vom COmpanisto Wettbewerb finanziert zum Stimmung machen, da brauchst Du auf keine sinnvolle Antwort zu warten.
    "Omnium consensu."

  10. #40
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    Ach der David Marx-Freiherr von Müller wieder mal als Zorro. Betonung auf den Bindestrich, den er so gerne verschweigt, hat er doch sein Titelchen von seiner Exfrau behalten. Nicht das einzige, was er nach der Scheidung von der Friederike mitgehen lassen hat. Läuft ja bei ihm schon lange nicht so gut, halt so wie zuvor schon immer, gelle.

    Und zu Dir RobinTrading: Als ich gehört hatte, dass der gute David mit lediglich einer Geschichte über ein Supereis Kyl21 und was da alles ganz sicher passieren wird fast eine Million über Companisto einnehmen konnte, dachte ich mir, dass ich mir das mal genauer anschaue. Ganz ehrlich dachte ich mir, da könnte ich auch ganz einfach irgendwas über Companisto anbieten, ganz egal was, die nehmen alles, genau so wie die Crowd. Im Gegensatz zu anderen habe ich aber Skrupel bekommen und mir mal Companisto genauer angesehen. Ich bin (zum Glück!) nirgends investiert, habe kein einziges Start-up auf Companisto gesehen, deren Bewertung oder Finanzplanung für mich irgendeinen Sinn gemacht hat. Aber kein Mitleid für die Crowd, jeder müsste das selbst auf den ersten Blick auch sehen, wenn er sein Gehirn einschaltet. Woanders habe ich nicht geschaut, kann mir aber nicht vorstellen, dass es bei anderen Plattformen nicht genauso zugeht.

    Um es ganz deutlich zu sagen, ich kann mir nicht vorstellen, dass irgendeine Plattform sich mal für die Crowd einsetzt und draufschaut, dass der kein Mist angeboten wird. Die sind doch auf der Seite der Start-ups, von denen kriegen sie ihr Geld und das um so mehr als die Geld von der Crowd einsammeln. Wenn die Start-ups total irreale Prognosen und Bewertungen angeben, wären sie schön blöd, dazwischen zu funken. Lieber reden sie sich - wie eben auch Companisto - damit raus, dass das alles doch nur von den Start-ups kommt, sie doch nur ihre Website für die zur Verfügung stellen, können wir doch nichts für, wenn die ...

    Es gibt auch was aktuelles von Insidern, nämlich von den Leuten von Foodist, also eines der nur drei Start-ups auf Companisto mit Exit: https://www.brandeins.de/archiv/2017...chte-das-geld/

    "Foodist nahm an insgesamt drei Finanzierungsrunden auf der Plattform Companisto teil und bekam rund 1,5 Millionen Euro. „Was wir in Kauf genommen hatten, waren die Nachteile von Crowdinvesting“, sagt Djordjevic. „Es ist extrem teures Kapital. 10 bis 15 Prozent der Investmentsumme gehen direkt an das Portal. Dann musst du kleine Geschenke für größere Investments verteilen. Das summiert sich. Und nach acht Jahren musst du das Darlehen mit einem Prozent Zinsen zurückzahlen. Und zwar auf der Basis des dann aktuellen Unternehmenswertes. Wenn die Firma zu Beginn zum Beispiel fünf Millionen Euro wert ist und davon sind eine Million Euro Crowd-Anteile, also 20 Prozent, und nach acht Jahren wird die Firma von einem Wirtschaftsprüfer auf 20 Millionen geschätzt, dann zahlst du vier Millionen Euro zurück – plus Zinsen. Das kann sich kaum jemand leisten.“"

    "Um zu expandieren, brauchte man neues Kapital. Und plötzlich war Foodist auch für klassische Investoren interessant. „Ich habe damals acht Monate lang nur Funding gemacht. Es gab viele gute Gespräche bis zu dem Punkt, wo das Crowdinvesting zur Sprache kam“, sagt Djordjevic. „Wir haben erklärt, dass wir der Crowd ein Angebot machen müssten, dass dann eine Abstimmungsphase von zwei Wochen folgt, und wenn die Eigentümer von 75 Prozent des investierten Kapitals zustimmen, dann darf verkauft werden. Aber VCs haben keine Lust auf so etwas. Die wollen schnelle Entscheidungen. Ja oder nein. Das Buzzword war ,Dealsicherheit‘. Kannst du den Deal garantieren? Sonst sind wir raus.“
    Ein Investor riet den Gründern, ihr Unternehmen einfach mit einer kontrollierten Insolvenz gegen die Wand zu fahren. Dann wäre die Crowd raus. Alles läge in Trümmern. Man könnte die Reste zusammenfegen und neu wieder aufbauen. Für Djordjevic und Schaumberg war das undenkbar. Zu viel hatten sie den Anlegern zu verdanken. Damit steckten sie in einem Dilemma."

    "Zudem ist Nagel der Ansicht, dass über Crowdfunding-Plattformen viele Geschäftsmodelle finanziert werden, die nicht tragfähig sind. „Die Crowd investiert irrational, weil sie das Produkt oder die Idee gut findet. Das bedeutet aber nicht, dass das Geschäftsmodell gut ist oder die Gründer in der Lage sind, es auch umzusetzen. So etwas muss man genau prüfen. Dazu braucht man Erfahrung. Das geht nicht so nebenbei.“"

    "Jonathan Becker vom Risikokapitalgeber Eventures nennt noch andere Gründe, warum er zu solchen Firmen Distanz hält. „Kommt es eines Tages zum Verkauf, erhält die Crowd immer als Erstes ihr Geld zurück. Andere Investoren, die später und zu höheren Bewertungen als die Crowd investiert haben, könnten dann schon mal leer ausgehen.“ Nach sechs bis acht Jahren muss der Crowd-Anteil zurückgezahlt werden. „Der Firmenwert bemisst sich dabei meist aus der Bewertung der letzten Finanzierungsrunde“, sagt er. „Dies ist aber ein Schätzwert für die Zukunft und entspricht nicht dem tatsächlichen Wert. Das Start-up hat plötzlich Zahlungsverpflichtungen, die es gar nicht einhalten kann.“
    Zudem bekommt jeder Kleininvestor, der auch nur fünf Euro in eine Firma investiert hat, das Recht auf Einblick in die genauen Zahlen. „Das ist, milde formuliert, ungünstig“, sagt Becker. Auch er hält die Entscheidungen der Crowd oft für irrational: „Viele denken, sie hätten in das nächste Facebook investiert. Wenn sich ihr Einsatz nicht verhundertfacht, stimmen sie nicht zu und nehmen lieber eine Insolvenz mit Totalverlust in Kauf.“"

    "„Ich bin kein Experte für Crowdfunding“, formuliert er vorsichtig, „aber so wie die Verträge momentan aufgesetzt sind, haben Crowd-Plattformen zu wenig Interesse am Erfolg einer Firma. Und die Verträge sind zu unflexibel. Das schreckt professionelle Investoren in späteren Finanzierungsrunden teilweise ab.“"

    "Der große Hype um Crowdfunding ist mittlerweile vorbei. Die Investments in Start-ups stagnieren seit 2015. Wo früher junge Menschen 5 bis 100 Euro in coole Firmen steckten, investieren heute erfahrene Investoren in risikoärmere Projekte."
    Geändert von Beobachter (06.12.2017 um 09:22 Uhr)

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